Logo_Puzzle1

Netzwerk für Ideen,
Diskussionen und gemeinsames Gestalten.
Bürgerschaft, Politik und Verwaltung:
Hand in Hand in eine gemeinsame Zukunft.

Logo_Puzzle2

.

Resümee ein Jahr nach der Zukunftswerkstatt

Vor genau einem Jahr, am 14. Januar 2012, fand die Zukunftswerkstatt „Familienfreundliches Ehingen“ mit einer landesweiten Rekordbeteiligung statt.

 

Kindergartenkinder Hopfenhaus

220 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich als Experten in eigener Sache in die künftige Gestaltung der Lebensbedingungen in ihrer Stadt einzubringen. „Was ist in Ehingen heute schon familienfreundlich? Was noch nicht?“ Das Ziel war eine Bestandsaufnahme der Situation in Ehingen, aber auch Ideen und Vorschläge zu sammeln, wie die Stadt noch familienfreundlicher werden kann. Die Idee für die Zukunftswerkstatt stammt aus der Lokalen Agenda 21. Die Stadt hat den Vorschlag aufgegriffen und die Organisation gemeinsam mit der Familienforschung Baden-Württemberg und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales übernommen. Mit geschulten Ehinger Bürgermoderatoren befassten sich dreizehn Kleingruppen mit dem Thema Familienfreundlichkeit. Mit Spannung verfolgten Oberbürgermeister Alexander Baumann und Bürgermeister Sebastian Wolf die Präsentation der Ergebnisse am Ende des Tages. Das Spektrum war äußerst breit angelegt und reichte von einer „Omabörse“ über ein lebendiges Haus mit offenen Türen für alle bis zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Sämtliche Ideen und Visionen wurden von der Stadt schriftlich festgehalten und in einer 84-seitigen Dokumentation öffentlich zugänglich gemacht. In der Gemeinderatssitzung im Mai des vergangenen Jahres befassten sich die Stadträtinnen und Stadträte mit der Zukunftswerkstatt. Seither ist bereits einiges geschehen.

Aus der Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt „Kinder, Eltern und ihre Chancen in Ehingen“ wurde der Wunsch nach verbesserten Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen geäußert. Mit dem geplanten Kinderhaus im Rosengarten wird die Stadt den bedarfsgerechten Ausbau bei der Kinderbetreuung weiterhin konsequent vorantreiben. Zudem wird eine Fachberatung für die Einrichtungen installiert und ein Qualitätsmanagement aufgebaut. Der Gemeinderat hat bereits Mittel im Haushaltsplan vorgesehen.

Von den Teilnehmern der Zukunftswerkstatt wurden bessere Informationen über die Angebote im Kinderbetreuungsbereich angeregt. Ein neues zentrales Internetportal mit den wichtigsten Informationen befindet sich bereits im Aufbau.

In mehreren Arbeitsgruppen wurde ein Treffpunkt für Jung und Alt für Ehingen angeregt. Lokale Agenda und Stadt könnten sich eine Nutzung der Oberschaffnei vorstellen. Eine Arbeitsgruppe der Lokalen Agenda befasst sich gegenwärtig gemeinsam mit der Stadt mit einem Nutzungskonzept für das Gebäude.

Aus den Vorschlägen der Zukunftswerkstatt war festzuhalten, dass es für Familien in einigen Bereich scheinbar ein Informationsdefizit über bestehende Angebote gibt. Um die Informationen zukünftig besser zu transportieren wird in diesem Jahr noch die Familienbroschüre neu aufgelegt werden.

Dem Wunsch nach verstärkter Elternarbeit und Elternbildung trägt die Stadt Rechnung. Die Arbeit der ehrenamtlichen Elternmentoren wird unterstützt, zudem soll ein stärkerer Fokus in diesem Jahr auf dem Bereich Elternarbeit im Kindergarten liegen. Den bestehenden Elterntreff im Kinderschutzbund unterstützt die Stadt auch 2013 finanziell.

Angepasste und durchgängige Betreuungszeiten waren ein mehrfach geäußerter Wunsch aus der Zukunftswerkstatt. Die Zeiten der verlässlichen Grundschule wurden bereits verlängert und für das kommende Schuljahr ist an den Ganztagsgrundschulen ein weiterer Ausbau geplant. So kann in absehbarer Zeit vom Kleinkind bis zum Grundschüler eine verlässliche Betreuungszeit von 7 bis 17 Uhr angeboten werden. Auch bei der Ferienbetreuung hat die Stadt sofort reagiert und bereits in den vergangenen Sommerferien erstmals eine ganztätige Ferienbetreuung in Kindergärten und Schulen angeboten.

Angeregt wurde ein Ausbau der Schulsozialarbeit, welcher mit Zustimmung des Gemeinderats schon letztes Jahr erfolgen konnte. Neu hinzugekommen ist die Schulsozialarbeit an der Grundschule im Alten Konvikt und am Johann-Vanotti-Gymnasium.

Aus der Gruppe der Zukunftswerkstatt mit dem Thema „Jugend in Ehingen“ kam die Idee, das Jugendzentrum in der Bahnhofstraße verstärkt für Konzerte und Events zu nutzen. Die ersten Veranstaltungen haben mit positiver Resonanz bereits stattgefunden und weitere sind für 2013 geplant.

Die Arbeitsgruppe „Lebensraum für Familien in Ehingen“ wünschte sich einen Ausbau des Radwegenetzes und ein entsprechendes Konzept. Die Stadt hat die Erstellung eines Rahmenkonzeptes beauftragt, welches in naher Zukunft vorgestellt werden wird.

Aus der Zukunftswerkstatt heraus ist eine neue Arbeitsgruppe in der Lokalen Agenda entstanden, die sich mit den Ehinger Spielplätzen befasst. Die „Familienwerkstatt“ steht hier in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung. Eine Spielplatzbegehung und konstruktive Gespräche haben bereits stattgefunden.

Die Runde „Älter werden in Ehingen“ hat sich mit dem zentralen Thema des Zusammenlebens der Generationen befasst. Es wurde deutlich, dass der Bereich „Alt werden in der vertrauten Umgebung“ auch in Ehingen einen großen Diskussionsbedarf hat. Ende Januar steht zu diesem Thema ein zweiter Fachvortrag für Interessierte an.

Bereits vor der Zukunftswerkstatt hat sich die Verwaltung mit einem Stadtentwicklungskonzept beschäftigt. Die Stadtverwaltung wurde in ihrer Auffassung bestärkt, ein übergeordnetes Stadtentwicklungskonzept hinsichtlich der verschiedenen Bedürfnisse seiner Bewohner zu erstellen. Mit professioneller Unterstützung bereitet die Stadt momentan ein Konzept vor, welches auch die entsprechenden Punkte und Anregungen aus der Zukunftswerkstatt aufnehmen und weitere Handlungsansätze entwickeln soll.

Einige zentrale Themen aus der Zukunftswerkstatt „Familienfreundliches Ehingen“ konnten bereits umgesetzt werden. Andere befinden sich in der Vorbereitung. Auch in Zukunft werden Stadtverwaltung und Lokale Agenda gemeinsam die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt im Blick haben und sich intensiv damit beschäftigen. Für das Frühjahr ist eine Sitzung der Lokalen Agenda geplant, bei der die Verwaltung nochmals über den aktuellen Umsetzungsstand der Vorschläge und Ideen aus der Zukunftswerkstatt berichten wird.

 

Gruppenfoto Zukunftswerkstatt

 

An der Zukunftswerkstatt nahmen 220 Bürgerinnen und Bürger teil.

GaschlerAngelika 16.01.2013
  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen