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Musikalische Antwort auf Not

"Here we are" sang der Chor "New Spirit" zum Auftakt der Seifenoper in der Lindenhalle. Mit "Here we are" hätte auch das Publikum einstimmen können, denn das Konzert zugunsten des Ehinger Tafelladens war fast ausverkauft. Zwischen mit Zahnbürsten dekorierten Buchsbäumen brachten Chöre, Solisten und Tanzensembles ein buntes und unterhaltsames Programm auf die Bühne. Da der ökumenische Ausschuss der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden als Veranstalter das Programm auf die Beine gestellt hatte, moderierten Kirchengemeinderat Julian Reichle und Pastoralreferentin Ulrike Krezdorn den Abend.

Der Tafelladen sei eine Antwort auf Not, meinte Pfarrer Harald Gehrig in seinem Grußwort. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander, sagte OB Alexander Baumann in seiner Rede. Er wünschte einen "genussvollen und ertragreichen Abend". Das wurde es auch. Im Foyer der Lindenhalle stapelten sich Waschmittelschachteln und Flüssigseifen und auf der Bühne agierten mehr als 100 Sänger und Tänzer. Nach "New Spirit" mit einem überragenden Martin Bosler am Saxophon unter der Leitung von Volker Linz bestritten die Männer des Montagschores einen Umbau auf offener Bühne.

Die vorgetragenen Lieder des Montagschores "zeigen Lösungen im Umgang der Menschen miteinander", meinte Julian Reichle. Zu hören waren unter anderem Xavier Naidoos "Dieser Weg" und Gospels. Oliver Kottmann und Birgit Ertle setzten mit ihren Soli zusätzlich Akzente. Mit Jazz-Medleys verschiedener Tanzgruppen des Tanzstudios Sabine Raasch gab es Bewegung auf der Bühne. Sebastian Bracevac hatte die Choreografien einstudiert und tanzte selber einen Pas de Deux. Nach der Pause schlug die Kantorei mit ihren Handglocken eher leise Töne an. "Normalerweise singen wir ja", meinte Kantor Christoph Mehner, aber auch mit den Handglocken waren die Sänger so fit, dass sie mit "Rock my soul" das Publikum begeisterten.

Einen Beitrag aus dem klassischen Repertoire ließen Volker Linz am Klavier und seine Tochter Hannah mit der Querflöte hören. Die Ulmer Sängerin Julia Dorn war die einzige den Ehingern Unbekannte in dem dreistündigen Konzert, das sie mit Schlagern und Bob Dylans "Make you feel my love" bereicherte. Den stimmungsvollen Schlusspunkt setzte die Tanzschule Möhrle mit ihren Formationstänzern. Es seien 450 Karten verkauft worden, bilanzierte Ulrike Krezdorn. Jede Karte sei mit 8 Euro veranschlagt worden. Da aber viele Besucher mehr spendeten oder Waren in einem höheren Gegenwert anlieferten, darf sich das Tafelladenteam über einen Erlös freuen, der etwa 5000 Euro in Form von Geld- und Sachspenden beträgt.

Autor: CHRISTINA KIRSCH | 24.09.2012

GaschlerAngelika 06.11.2012
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