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Die Seele der sozialen Netze

2011_SWP_Teaserbild soziale Seele"Ehrenamt lebt auch von Anerkennung. Wer sich für andere in hohem Maß selbstlos einsetzt, hat verdient, dass über ihn gesprochen wird, und dass dieses Engagement auch Unterstützung findet." So beschrieb Hans-Peter Hirling, Vorstandssprecher der Ehinger Volksbank, den Kernpunkt der Aktion "EhrenSache". Selbst im Verein engagiert, weiß er, wie wichtig es ist, dass ehrenamtliche Leistungen wahrgenommen und gewürdigt werden. Es sei deshalb gut, dass sich SÜDWEST PRESSE und Volksbank vor mehr als zwei Jahren auf den Weg gemacht haben, um mit der "EhrenSache" das Ehrenamt als solches und die Menschen, die dieses verkörpern, noch mehr in den Blickpunkt zu rücken. "Diese Menschen sind die Seele der sozialen Netze, das sind die Träger unserer Gesellschaft. Arme, einsame, kranke und hilfsbedürftige Menschen, aber auch Vereinsleben, Kultur, Kunst, Musik und vieles mehr wäre ohne Ehrenamt nicht möglich", betonte Hirling. Die Motive, sich zu engagieren, seien vielfältig. "Eins haben diese Menschen aber meist gemeinsam: Sie wirken still wo Hilfe benötigt wird oder wo Not ist, sie stehen nicht im Rampenlicht."

Im Alltag blieben Wertschätzung und Respekt oft auf der Strecke, ergänzte Andreas Hacker, der Redaktionsleiter der SÜDWEST PRESSE in Ehingen. Er sieht die "EhrenSache" auch als Impuls für eine Kultur der Anerkennung und begrüßte, was in Ehingen in dieser Richtung geschehe: Es sei gut, dass Oberbürgermeister Alexander Baumann nach seinem Amtsantritt eine Beigeordnetenstelle geschaffen habe, in deren Aufgabenbereich das Ehrenamt seinen Platz habe. Außerdem verfüge Ehingen mit der Lokalen Agenda über ein bürgerschaftliches Netzwerk, das im Sozialen, aber auch im Biosphärengebiet Beispielhaftes leiste.

"Unsere Region ist auch deshalb so liebenswert und lebenswert, weil sich so viele Bürger freiwillig für andere einbringen", sagte OB Baumann. "Diese Menschen geben unserem Alltag ein wunderbares Gesicht." Baumann dankte den zur Ehrung Vorgeschlagenen auch im Namen der Bürger, die vom Engagement der Ehrenamtlichen profitieren: "Sie helfen mit, dass Zwischenmenschlichkeit erhalten bleibt."

In der vom Bläserensemble der Jugendmusikschule musikalisch umrahmten Feier übergab Hirling anschließend die diesjährigen Auszeichnungen, wobei der Geldbetrag für die jeweilige Initiative vorgesehen ist, für die die Geehrten stehen. Den ersten Preis mit 3000 Euro bekam, wie kurz berichtet, Elisabeth Waibel. "Eine Frau, die unzählige Stunden ihres Lebens hilfsbedürftigen Menschen geschenkt hat, die unglaubliches leistet", sagte Hirling in seiner Laudatio auf Elisabeth Waibel, die sich im Roten Kreuz, im Tafelladen, in der Lokalen Agenda und im Sozialfonds "Bürger für Bürger Ehingen" engagiert. Den zweiten Preis (2000 Euro) erhielt Geneviève Terhardt: Die Maltherapeutin und Sozialpädagogin gilt als eines der "Urgesteine" des Kinderschutzbunds in Ehingen, in dem sie seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich tätig ist und mit dem Mutter-Mädchen-Programm ein viel beachtetes Hilfsangebot mitentwickelt hat.

Drei Mal vergeben hat die Jury diesmal die mit jeweils 1000 Euro dotierten dritten Preise. "Eine Frau, die Zeichen setzt und mit großem sozialen Engagement vorangeht", würdigte Hirling Fatma Mahir aus Ehingen, die sich mit Sprachkursen im Kindergarten und dem Konzept "Mama hilft" für türkische Frauen einsetzt. Norbert Strehl, seit 60 Jahren im Musikverein Kirchbierlingen, ist für Hirling einer der Ehrenamtlichen, auf die kein Verein verzichten könne: einer, der uneigennützig im Stillen wirkt, der jeden Tag im Musikerheim nach dem Rechten sieht und alles repariert und pflegt - "die gute Seele des Vereins". Nachgereicht wird der Preis für Walter A. Schaupp als Heimatforscher, der bei der Museumsgesellschaft und mit seiner Dokumentation "150 Jahre Ehinger Muckenspritzer" wichtige Beiträge zur Stadtgeschichte geleistet hat.

ThomasSarah 18.07.2011
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