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Ziel ist ein offenes Haus

Es ist eines der zentralen Vorhaben der Stadt: die Sanierung der Oberschaffnei zu einem Haus der Begegnung. Heute Abend berät die Lokale Agenda über das Raumprogramm und den möglichen Betrieb.

 

ANDREAS HACKER

 

Ehingen. Jetzt sind die Ehrenamtlichen gefragt: Heute um 19 Uhr treffen sich die Mitarbeiter der Konzeptionsgruppe der Lokalen Agenda in der Oberschaffnei, um darüber zu reden, wie aus dieser ein offenes Haus für die Ehinger Bürger werden könnte. Diskussionsgrundlagen sind Erfahrungen aus zwei Besichtigungen in Biberach und Neu-Ulm und aus einer Hausbegehung mit Bürgermeister Sebastian Wolf und Stadtbaumeister Heinz Fiesel. Das Familienzentrum in Biberach steht dabei für ein Modell, das von einem Verein getragen wird mit einer sehr starken ehrenamtlichen Komponente, während sich bei der Einrichtung in Neu-Ulm Stadt, Caritasverband und Diakonisches Werk die Trägerschaft teilen.

 

Oberschaffnei Eingang

 

Vom Hintereingang im Garten könnte die Oberschaffnei besser erschlossen werden: Ein Aufzugsturm brächte barrierenfreien Zugang, ein Treppenhaus weitere Fluchtwege. Foto: Andreas Hacker

 

„So eine Begegnungsstätte ist für Ehingen ganz wichtig“, sagt Dr. Ursula von Helldorff, die Moderatorin des Arbeitskreis Soziales in der Lokalen Agenda, und erinnert an die Versammlung im Juli 2012. Damals war, wenige Wochen nach der Auswertung der Vorschläge und Erwartungen aus der Zukunftswerkstatt, nochmals betont worden, dass ein Haus, das von verschiedenen Gruppen unterschiedlichen Alters genutzt werden kann, ganz oben auf der Liste dessen steht, was die Ehinger sich wünschen – vom tanzen für Senioren bis zu Arbeitsräume für die einzelnen Gruppen. Als möglicher Standort für ein solches Haus ist die Oberschaffnei schon länger im Blick, aber die Nutzung dieses Gebäudes stehe und falle mit dem barrierefreien Zugang, da sind sich die Aktiven einig. Überlegungen gibt es; im Gespräch dafür ist ein Anbau am Hintereingang, sagt Fiesel (siehe Text unten).

 

Etwas Klarheit gibt es nach der Hausbegehung in Sachen Nutzungsmöglichkeiten: Die dicken Wände sind Zwangspunkte, die den Wunsch nach möglichst variablen Räumen etwas einschränken. Aber das betrifft, bestätigen Ursula von Helldorff und Bürgermeister Wolf, nur das Erdgeschoss mit dem Tafelladen und den ersten Stock mit der Kinderkreativwerkstatt. In den Etagen darüber müsste machbar sein, was in der Lokalen Agenda als grobes Raumprogramm diskutiert worden ist: kleinere Seminarräume, mittlere Gruppenräume für bis zu 30 Teilnehmer und einige größere Räume, dazu ein Büro, ein Stuhllager und ein bis zwei Teeküchen. Inhaltlich gibt es, über den klar formuliertem Raumbedarf von „Alt hilft Jung“ bis zum Freundeskreis Migranten hinaus, noch keine Festlegungen: „Wir beginnen zu philosophieren, wie ein solches Haus für viele in der Bevölkerung mit Leben erfüllt werden kann“, sagt Helldorff.

 

Aus Biberach und Neu-Ulm mitgebracht hat die Gruppe zwei Erkenntnisse, die die Lokale Agenda berücksichtigen will: Es sei einerseits wichtig, auch Lücken im Belegungsplan zu lassen und Platz zum Ausprobieren zu geben, damit Ideen, die erst neu entstehen, auch mal getestet werden können. Gleichzeitig müsse für die Koordination der Räume und Angebote eine Anlaufstelle bereit stehen, mindestens eine Kraft, sagt Ursula von Helldorff; Ehrenamtliche allein könnten das nicht schaffen.

 

Quelle: Andreas Hacker, Südwestpresse vom 19.02.2013

 

Oberschaffnei ursprünglich

Vom Hintereingang im Garten könnte die Oberschaffnei besser erschlossen werden: Ein Aufzugsturm brächte barrierenfreien Zugang, ein Treppenhaus weitere Fluchtwege. Foto: Andreas Hacker
GaschlerAngelika 28.03.2013
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