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Elternmentoren

Ohne Vernetzung vor Ort und Ansprechpartner in mehreren Institutionen geht gar nichts. Aber in Kooperation und mit gemeinsamem guten Willen wurden unter dem Dach der Lokalen Agenda zwei Projekte in Angriff genommen, die für Familien mit Migrationshintergrund gedacht sind. In der Sitzung des Netzwerks Bildungspartnerschaft gestern im Franziskanerkloster wurde über den Stand eines Elternprojektes im Kinderschutzbund und das erste Treffen der künftigen Elternmentoren berichtet.
Ann-Christin Schubert erzählte, dass sich bei einem Treffen im Kinderschutzbund mehr als zehn Mütter für das Projekt Elterntreff interessiert hatten. Dabei sollen Eltern und ihre Kinder miteinander etwas machen. Es würden gemeinsame Vorschläge entwickelt, aber es gebe vom Projektförderer keine bindenden Vorgaben, berichtete Sitzungsleiterin Ursula von Helldorff. Die monatlichen Aktionen wie gemeinsames Kochen sollen aus dem Kreis der Beteiligten entstehen. Ziel ist es, dass Eltern befähigt werden, sich aktiv in den Schulalltag und Schulerfolg ihrer Kinder einarbeiten können. Mit 2800 Euro unterstützt "Netzwerke für Bildungspartner e.V." das Förderprogramm. Bedingung war die Mitfinanzierung durch die Stadt in gleicher Höhe.
Der Verein "Netzwerke für Bildungspartnerschaft" ist aus der Initiative des Landes "Integration gemeinsam schaffen - für eine erfolgreiche Bildungspartnerschaft mit Eltern mit Migrationshintergrund" hervorgegangen. Er stellt Fördermittel von insgesamt 124 255 Euro zur Verfügung, die in einem ersten Durchgang an 34 Vorhaben gingen. Zwei weitere Runden werden Integrationsprojekte fördern. Der Verein stellt mit Amina Ramadan eine Beraterin zur Verfügung, die sich gestern den Vertretern von Stadt, Caritas, Schulsozialarbeit und Pädagogen vorstellte. Das Elternprojekt im Kinderschutzbund betreuen Maren Rapp und Ilona Gröninger.
Ursula von Helldorff stellte ein zweites Projekt vor, das ebenfalls in der Startphase ist. Die Elternstiftung Baden-Württemberg unterstützt die Ausbildung von Elternmentoren, die für andere Eltern als Ansprechpartner und Vermittler zur Seite stehen. Sie sollten in zwei Kulturen zuhause sein, um sinnvoll helfen zu können. Sie leisten beispielsweise Übersetzungshilfe oder vermitteln bei Schwierigkeiten. Zudem sollen sie helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und ihr Wissen über die verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder weitergeben. Je nach persönlicher Befähigung können die Elternmentoren sich ein ihnen angenehmes Aufgabengebiet wählen.
Bei einem ersten Treffen hatten 15 Personen ihre Bereitschaft erklärt, an einer Schulung mitzumachen. Dabei wird den Mentoren das Schulsystem des Landes vorgestellt und sie erhalten Anleitung zu einer ein- und mehrsprachigen Erziehung. Selbstreflexion, gelungene Kommunikation und die Rolle des Elternmentors sind weitere Themen. Die Schulung erfolgt an vier Samstagen. Nach den Sommerferien werden sich die Mitglieder des Netzwerks Bildungspartnerschaft wieder treffen, um weitere Schritte zu mehr Miteinander der Kulturen zu planen.


GihrBettina 18.07.2011
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